Der Blick von unten durch die Baumkrone in den Himmel

Eine Umschreibung

Erzählung. Erscheint am 10. Februar 2017, gebunden , 13 x 21 cm, 264 Seiten, Literaturverlag Droschl Graz, 2017.

cover_blick„Schläfrig und mit trägem Blick, so brach ich auf. Versäumte die erste U-Bahn, wartete 20 Minuten auf die nächste und stand dann ohne geeigneten Anschluss am Bahnhof Wien Donaustadtbrücke. Dort sah ich Busse ein- und abfahren, hörte die Autobahn in meinem Rücken und roch die Süße eines Holunderstrauchs, der irgendwo hinter der Lärmschutzmauer wuchs. Am Himmel hingen Morgenwolken: Regen kündigte sich an, kam aber nicht. Unter einem der Haltestellenschilder lag eine einzelne morgenfeuchte Zeitungsseite, weggeworfen von jemandem, der sich nicht für den Chronik-Teil interessierte. Heuer schon 284 Verurteilungen wegen Falschaussage … “

Drei Wochen durch Österreich und Ungarn. Was als Reise-Essay begann, verwandelte sich im Schreiben und Umschreiben zu einer Erzählung, die sich immer noch stark aus meinem Erleben und aus dem Erinnern an das Erlebte speist. Aber das Ich des Textes ist längst nicht mehr ich. Ungarn ist nicht mehr nur Ungarn, Österreich nicht mehr nur Österreich, das Gehen keine bloße Wanderung; die Erzählung hat sich mir entzogen. Seltsam befremdlich und zugleich vertraut die Sätze, die mir eine Freundin, aus dem Manuskript zitierend, neulich geschickt hat.

Gewidmet ist das Buch einer Person, die sich mir ebenfalls entzieht, die mich verwundert, verwandelt, befremdet, und die ich lieb habe. Auch sie wie ein Stück von mir außerhalb meiner selbst, unkontrollierbar und nicht wegzudenken.

Ich möchte allen danken, die dem Text und seinen unzureichenden Vorstufen ihre Zeit gewidmet, ihn mit mir besprochen oder sich daraus vorlesen lassen und die ihn auf diese Weise erheblich mitgestaltet haben.

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